Dr. Aaron-Arvid Höliäkkinnen zur Diskussion rund um Nawalny

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Zumindest auf den ersten Blick erstaunt die Dimension, welche die anfänglich innerdeutschen und inzwischen zu europäischen angewachsenen Streitigkeiten in solch einer vermeintlichen Lappalie wie im Nawalny-Fall im Begriff anzunehmen sind, schon gewaltig.

Da bekanntlich vier Augen mehr sehen als zwei, vermag eine skandinavische Perspektive vielleicht das eingeschränkte Blickfeld ein wenig zu erweitern.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Deutsche in ziemlicher geistiger Vagheit zu einer Betrachtung aus der Makroperspektive inzwischen völlig außerstande ist.

CemFM erfreut sich im Norden immer größer werdender Beliebtheit und es wird hier als überaus erfreulich wahrgenommen, dass Journalismus in der BRD in der Tat doch ohne die übliche No-go-Area möglich ist.

Allerdings bergen das Ermöglichen und Ausleben von wahrem Meinungspluralismus auch durchaus Gefahren, wie es einige der jüngsten Beiträge auf dieser Medienplattform offenbaren.

So manchen Aufsatz musste ich mehrfach lesen, um sicherzustellen, dass der erste Eindruck, es würde an verschiedensten Nestern pro Auseinandersetzung gezündelt, tatsächlich nicht täuscht.

Hier scheinen der Ernst der Lage sowie die Sinnlosigkeit eines derartigen Weges fern des deutschen Bewusstseins zu liegen.

Anders zumindest lässt sich mir nicht erklären, warum verschiedene Stimmen eine Konfrontation mit Russland (sic!) überhaupt auch nur mit einer Silbe als Möglichkeit in Betracht ziehen.

Es scheint, dass die wahren Gründe für solch ein vollkommen unnachvollziehbares Gebaren ganz woanders und viel tiefer liegen und dass der Kasus Nawalny komplett austauschbar und nur der berühmte Tropfen zu viel ist, der das deutsche Fass der Schikaneresorbierfähigkeit zum überlaufen zu bringen droht.

Sicherlich ist das kollektive deutsche Trauma für einen Außenstehenden nicht zu ermessen, jedoch zeigen sich seine Auswirkungen in der Fremdwahrnehmung klar wie Glas von Villeroy & Boch.

Das einstige Volk der Dichter und Denker ist zu einem Volk der Kriecher und Stänkerer verkommen.

Eines der elementarsten Grundbedürfnisse überhaupt ist Unabhängigkeit und es kann fast schon als hohe Kunst bezeichnet werden, ein erstes, zartes, unbestimmtes Fragen in eben jene längst überfällige Richtung – wie jetzt exemplarisch im Fall Nawalny  geschehen – auch noch mit Scham zu versehen.

Es ist eher zum Fremdschämen, das Resultat aus gut anderthalb Jahrhunderten Fremdbestimmung aus der Ferne zu beäugen.

Meine zweitgeborene Tochter durfte Ende der ´90er Jahre im Rahmen eines zweiwöchigen Schüleraustauschprogramms Deutschland bereisen und neben ihrer Faszination für die Schönheit des Landes sollte mir vor allem ihr Entsetzen über den offen zelebrierten Schuldkult in nachhaltiger Erinnerung bleiben.

Wenn schon einem 13jährigen Mädchen auffällt, wie allgegenwärtig und erschreckend erfolgreich Manipulation und Täuschung in deutschen Schulen, Medien und letztlich allen öffentlichen Bereichen sind, verwundert es wenig, dass die Deutschen als Krönung ihrer Demütigung auch noch jeden Monat bereitwillig einen nicht unerheblichen Geldbetrag für ihre systematische Umerziehung an eine als „Beitragsservice“ getarnte Bande zahlen, die der einstige Klassenfeind jenseits der Mauer mit Fug und Recht als „Kapitalistische Diktatur“ hätte bezeichnen können.

Mir dünkt, dass die Aussagen, in Deutschland würden mehr Internetseiten zensiert als in China, weit mehr als nur Gerüchte sind und angesichts dieser gesamtgesellschaftlichen Verblendung würde es nicht überraschen, wenn neben dem Pamphlet eines Weltenbrandstifters aus Österreich – dessen Ausweisung seinerzeit ja ausgerechnet von der SPD, einer Grande Dame in der deutschen Parteienlandschaft, die schon mehrere Bundeskanzler stellte , nach wie vor in der sog. Regierung mitmischt und überdies verantwortlich für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien zeichnet, verhindert wurde – sogar auch die in Artikel 139 GG angesprochenen und über dem Grundgesetz stehenden SHAEF- und SMAD-Gesetze auf dem Index stünden.

Es ist nicht nur ein Naturrecht, für seine Autonomie ein- und aufzustehen, sondern im deutschen Sonderfall sogar eine Verpflichtung gegenüber der Weltgemeinschaft.

Eine Verpflichtung, die schöner nicht sein könnte – nach zwei verschuldeten Weltkriegen die Welt aus dem allumklammernden Würgegriff der nach Kriegsrecht handelnden internationalen Unternehmen zu befreien und ihr endlich den lang ersehnten Frieden im Völkerrecht zu bringen.

Dies wäre nicht nur ein Segen für die gesamte Menschheit, sondern auch Balsam und vermutlich gar Heilung für die befleckte deutsche Seele und ihr Erwachen aus dem Dornröschenschlaf.

Aaron-Arvid Höliäkkinnen

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