Corona Solidarität

Liebe Mitbürgen,

wir leben in schwierigen Zeiten und das Wasser steht uns bis zum Halse.

Aber nur weil im Moment ein raues Lüftchen weht, dürfen wir auf keinen Fall die Flinte ins Korn werfen, müssen weiterhin unserem Kurs folgen und ganz speziell jetzt zudem unsere Köpfe über Wasser und unsere Fahne in den Wind halten.

Alles Gute kommt zwar von oben, hingegen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und bloß weil in selbigem gerade Jahrmarkt ist, bedeutet das nicht, dass wir jetzt die Köpfe hängen zu lassen und dumm aus der Wäsche zu schauen haben.

Übung macht bekanntlich den Meister, darum eile mit Weile – in der Ruhe liegt die Kraft.

Guter Rat ist dieser Tage teuer – Rom wurde erwiesenermaßen auch nicht an einem Tag erbaut und an welchen Zitzen gesaugt und an welchem Rockzipfel gehangen wird, kommt klar wie Kloßbrühe daher.

Niemand vermag die Zeichen der Zeit zu deuten sowie die Zukunft vorher zu sagen und weil uns ein Blick in die Kristallkugel nicht vergönnt ist, sollten wir die Kirche im Dorf lassen und vorerst kleine Brötchen backen, obgleich ein leerer Bauch nicht gerne studiert – und wer kein Brot zur Hand, der möge doch bitte Kuchen essen.

Der Ruf des Bäckers war aus der Ferne ohnedies seit Langem zu vernehmen und wie es in den Wald hineinruft, so schallt es ebenfalls hinaus.

Brot und Spiele gibt es nunmehr ja auch nicht erst seit gestern und zudem sind Lehrjahre keine Herrenjahre.

Wir alle müssen heutig den krossen und schmackhaften Speckgürtel enger schnallen und nachdem eine Kette nicht mehr als so stark wie ihr schwächstes Glied, dürfen wir nicht verzagen – ein jeder von uns hat sein Päckchen gebührend zu tragen und seine Hausaufgaben zu machen – es scheint ein Licht am Ende des Tunnels, wir leben letztendlich doch weiterhin wie die Maden im Speck und fest im Sattel sitzend.

Wir sollten nicht mit den Wölfen im Schafspelz heulen, die in den Startlöchern stehen und mit den Hufen scharren – lieber den lieben Gott einfach einmal einen guten Mann sein lassen.

Geben wir dem Pferdchen zunächst Zucker und dann die Sporen, desweiteren zusätzlich Obacht, dass wir es nicht von hinten aufzäumen.

Eine Schwalbe macht weiß Gott noch keinen Sommer und obwohl wir den Braten selbstredend lange gerochen, dürfen wir keinesfalls mit der Tür ins Haus fallen – wir müssen vielmehr vor der eigenen Haustüre kehren und verhindern, den Tag bereits vor dem Abend zu loben.

Obschon uns die Schockstarre ins Gesicht geschrieben steht, müssen wir unsere Zähne zusammenbeißen – dürfen uns den Mund dennoch nicht verbieten und vernieten lassen und brauchen jetzt eh kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen und fusselig zu reden.

Abschied ist ein scharfes Schwert – aber was des einen Leid, das des anderen Freud.

Es ist selbstredend zweifellos ein dicker Hund, indes bekommen wir die Kuh durch dezentes Däumchen drehen mit Gewissheit nicht vom Eis und unsere Schaefchen ins Trockene – wir sollten uns insofern schon fragen, wer hier eigentlich mit wem Gassi geht und darüber aufpassen, dass der Schwanz nicht mit dem Hund wedelt.

Wir bewegen uns auf sehr dünnem Eis und dürfen uns unter keinen Umständen die Finger daran verbrennen.

Allein ein einzelnes Tröpfchen Lüge auf dem heißen Stein vergiftet der Wahrheit ganzes Meer – drum Schuster, bleib´ bei deinen Leisten und höre damit auf, das Blaue vom Himmel zu versprechen.

Es wird nun mal nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird und ein kleines Strohfeuer macht den Kohl nicht fett.

Uns ist bewusst, dass man das Eisen schmieden soll, solange es heiß ist, jedoch läuft der große Spaß doch gar noch nicht auf Hochtouren und die ersten Pflaumen sind wie jeder weiß grundsätzlich madig, schließlich lacht derjenige, welcher zuletzt lacht, zu guter Letzt immer am besten.

Es entspricht zwar der Wahrheit, dass der frühe Vogel den Wurm fängt, allerdings wollen wir Ihnen den Apfel der Erkenntnis nicht madig machen und außerdem fällt er ohnehin nicht weit vom Stamm.

Halten wir doch inne und beobachten das Treiben noch ein Weilchen, bevor wir über eine eventuelle Nabelschau überhaupt nachdenken.

Das Haar ist hinlänglich bekannt und so leicht lassen wir uns bestimmt nicht mehr in die gehörig versalzene Suppe spucken.

Wenngleich wir uns stets am Puls der Zeit befinden, zieht Zeit ins Land und an dem sich vor uns befindenden Scheideweg trennt sich die Spreu vom Weizen nun allemal und ein für alle Mal.

Wir wollen hier ganz selbstverständlich nicht bloß dumm herum schwadronieren und leere Phrasen dreschen, oder fremde Lorbeeren pflücken und uns mit Federn Anderer schmücken.

Hinzukommend wollen wir uns nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen und hier die Unschuld vom Lande mimen – beanspruchen ferner gleichermaßen wenig, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

Nicht, dass der Eindruck aufkommt, wir wollten uns die Rosinen aus dem Kuchen picken, wo buchstäblich jeder weiß, dass eine Krähe der anderen niemals ein Auge aushackt.

„Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“  ist fraglos eine zutreffende Feststellung, aber beginnen wir bestenfalls vorerst doch damit, das zu essen, was auf den Tisch gekommen ist.

Mögen auch Einige einen Frosch im Hals haben, lassen wir uns sowahr keinen Bären aufbinden und uns wie eine Weihnachtsgans ausnehmen oder tanzen per se nach deren Pfeife.

Es geht um unser aller Wohl – selbst verstünden Etliche abwechslungslos Bahnhof und wäre alles nur ein Buch mit sieben Siegeln für sie, ist die Zeit jetzt reif für einen Tapetenwechsel – wir sollten nicht müde werden, alte Zöpfe abzuschneiden – immerhin nehmen die Vorkommnisse mitunter groteske Gestalt an und schlagen teilweise gar Purzelbäume.

Hüben wie drüben im Trüben zu fischen, bringt den Stein der Weisen gewiss nicht ins Rollen und da stille Wasser erfahrungsgemäß von großer Tiefe, kommt es ohnedies immer anders als man denkt.

Der Letzte macht gleichwohl das Licht aus wie auch die Tür zu und man fährt dem Gegenüber nichtsdestoweniger bestimmt nicht über den Mund oder schiebt ihm gar den schwarzen Peter zu.

Augenscheinlich sind weder das Maß, noch der Kanal hinreichend voll und das Ganze hat nach wie vor Luft nach oben – das Potenzial ist längst nicht ausgeschöpft.

Sollten wir auch kalte Füße bekommen, dürfen wir nichtsdestotrotz keinen Eiertanz bei diesem ganzen Spießrutenlaufen aufführen und gottbewahre vorzeitig das Handtuch werfen.

„Kommt Zeit, kommt Rat“ sagt sich so leicht, aber kann es einen echten Seemann auch nur ansatzweise erschüttern und außer Gefecht setzen, wenn er – dem Einäugigen unter den Blinden gleich – im Tal der Ahnungslosen Schiffbruch erleidet?

Bleiben wir sturmfest und erdverwachsen – bewahren wir einen kühlen Kopf und sobald sich die Wogen geglättet haben, legen wir den Finger in die offene, eitrige Wunde –  machen keineswegs großes Bohei und viel Aufhebens um die Sache –  und alles wird sich vermutlich in Wohlgefallen auflösen.

Es sitzen zwei Lager am gespaltenen Tische – die Alltagsmasken-Befürworter und die Normalen. Es wäre dadurch geboten, den Versuch zu meistern, beide Seiten der Medaille über einen Kamm zu scheren und sie ins gleiche Boot zu holen, so dass wir alle an einem runden Tisch sitzen und gemeinsam die Füße still halten können  – zumal es sich auf einem Bein beileibe schlecht steht.

Wir haben manch Eisen im Feuer, sollten nicht vorschnell die Waffen streicheln und einen Schritt nach dem anderen gehen, damit wir nicht über unsere eigenen Füße stolpern.

Das Maß aller Dinge und die Krone der Schöpfung ist und bleibt nun mal der Mensch – deshalb dürfen wir um keinen Preis in den Mantel des Schweigens hüllen, sondern müssen vielmehr in die geschwollenen rehblauen Argusaugen der Betrachtung rücken, dass es nicht von ungefähr heißt, Totgeglaubte lebten länger.

Der Weg sei das „Ziel“ wird oft irrtümlicherweise kolportiert – zwei Schritte vor und einen zurück zu gehen, bis die Karre endgültig im Dreck steckt und an die Wand gefahren ist, so dass die Möglichkeit, sich selbständig am eigenen Schopfe aus dem Sumpf herauszuziehen nicht mehr gegeben ist, kann nicht der Weisheit letzter Schluss und somit das finale Mittel der Wahl sein.

Die Spatzen pfeifen von den Dächern, wo der Schuh drückt und wer an wessen Topf oder Nadel hängt – folglich kann das Gebot der Stunde und unser aller Schlachtruf ausschließlich „Keimfreiheit“ lauten.

Wir sollten gerade heute mit der Kraft der zwei in der Brust schlagenden Herzen doppelt beherzigen, dass Reden lediglich Silber, Schweigen hingegen Gold ist.

So Manchen sieht der Wald vor lauter Bäumen nicht und auch gesetzt den Fall, wir lassen obendrein kontinuierlich ein wenig Zeit ins Land streichen, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass wer „A“ sagt, fernerhin automatisch „B“ zu sagen hat – in derselben Richtung kann es auch allein eine legitime Meinung geben.

Mit Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste geboten, schließlich möchte keiner von uns mit dem Kopf durch die Wand oder die Mücke künstlich zu einem Elefanten im Porzellanladen hochsterilisieren.

Angst ist wohl kaum ein guter Ratgeber und darf zu keiner Zeit darüber hinweg täuschen, dass auf wirklich jeden Topf ein Deckel passt und es soll weiters freilich keine falsche Lobhudelei sein, wenn wir die hochgradig nebulösen und in keinster Weise stichhaltigen, im Gegenteil sogar komplett wurmstichigen Maßnahmen zu gegebener Zeit mit rechtem Augenmaß maßnehmen.

Der Denunziant gilt seit jeher und zu Recht als schlimmster Lump im ganzen Land und es ist eines jeden Bürgen Pflicht, Anwandlungen wie „Am Arsch hängt der Hammer“- und eine „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt´s sich gänzlich ungeniert“- Mentalität im Keim zu ersticken und vollständigst auszumerzen.

Einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht ins Maul und die Frage, wer hier seine Füße unter wessen Tisch stellt, braucht für den Moment eindeutig nicht gestellt zu werden – alleinig damit sich dann schlussendlich zeige und herausstelle, dass der Mörder immer im Gärtner anzutreffen ist  – wie oben, so auch unten – wie im Innen, so im Außen – wie im Kleinen, so im Großen und wie gewonnen, so zerronnen.

Da die Letzten die Ersten sein werden, sollten wir  – selbst wenn so Einigen der Bissen im Halse steckenzubleiben droht – in medias res gehen und uns dem Hauptgericht zuwenden, das scheinbar bereits ziemlich lange an der frischen Luft steht und eine Idee staubig anmuten könnte – was aber so sicher wie das Amen in der Kirche nichts von seinem exquisiten, gustiösen Geschmäckle eingebüßt hat, sondern im Gegenteil über viele Jahre – was lange währt, wird endlich gut – wie ein uralter Gouda zu vollster Pracht und Blüte gereift ist.

Wollen wir letztendlich eine fürwahr reife und fruchttragende, erfolg- und ertragreiche gute Ernte wohlverdient und nachhaltig einfahren, so stellen wir uns lieber auf die Seite von Herzog Widukind, anstatt an die von Charlemagne und seiner Christianisierungs-Entourage.

Dabei bricht uns mit Sicherheit kein Zacken aus der Corona und man reißt uns den Kopf dafür nicht ab – oder etwa doch?

All jenen, die dem Irrglauben unterliegen, in der ganzen Angelegenheit würde enthaltsam um den heißen Brei herum geredet und der Hund doch in der Pfanne verrückt – man müsse das ganze Krupp-Zeug einfach endlich endgültig abmontieren und über den Jordan schicken – sei gesagt, es mag in der Tat nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber dessen ungeachtet kann unsere Wegesbestimmung einzig „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ lauten.

Beizeiten wird ohne Frage noch so allerlei Hühnchen zu rupfen sein und zwei Dinge stehen felsenfest fest

1.        Das blaue Krönchen in seinem Lauf, hält vorerst weder Ochs noch Esel auf

2.        So jung kommen wir nicht mehr zusammen

Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis und wenn du denkst, es ginge nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her – immer wieder tauchen neue Sternchen am Firmament, am Himmel auf und wir haben Lunte gerochen und Blut geleckt – haben die Spur gewittert und die Fährte aufgenommen.

Aus den dargelegten Gründen kann sich darob logischerweise unaufdringlich ein Verhalten ergeben – wir sehen unsere besondere Verantwortung und fühlen uns in der Pflicht, unseren Teil zur Wiederganzwerdung der Erde beizutragen.

Auf der Durststrecke in dieser Dürre- bzw. Ausdünnungsperiode müssen wir den Tatsachen in die Fratze blicken und uns darüber im Klaren sein, dass wir uns nicht einzig und allein an Abstriche im Nasen-Stirnchakra-Raum, sondern im Allgemeinen generell innerhalb der individuellen Komfortzone zu gewöhnen haben.

Nach langer Abwägung und reichlicher Beratschlagung haben wir uns ein Herz gefasst und schweren Herzens beschlossen, dass es für uns bedingungslos heißen muss, dass wir aus Solidarität – ein eindeutiges, klares und unmissverständliches Zeichen setzend – den Einsendeschluss für den Vorentscheid zum „1. CemFM Gatekeeper Of The Year Award“ als unseren bescheidenen Beitrag zur Lösung der globalen Herausforderung um vier Wochen verlängern.

Neuer Einsendeschluss für Ihre Nominierungs-Vorschläge ist aktualisiert dann Donnerstag, der 24.12.2020 um 00:23 Uhr.

Es freut uns überdies überaus, dass wir die den „1. CemFM Gatekeeper Of The Year Award“ begleitende Brauerei dazu ermuntern konnten, als den ihrigen Solidaritätszuschlag weitere 5×2 Karten für die handverlesenen, exklusiven Plätze auf der Gästeliste der Gala-Nacht zur Verfügung zu stellen, so dass sich gegenwärtig insgesamt 10×2 Karten im Lossäckchen befinden.

Gemeinsam sind & bleiben wir stark & gesund – Wir werden das Kind schon schaukeln.

Bis neulich und beste Grüße

Cem Jebsen & die CemFM-Redaktion